21. Februar 2008

Leo Bassi loves Germany

Bei unserem Urlaub in den Staaten habe ich wieder einmal festgestellt: Die Amerikaner sind ein freundliches Volk, haben eine positive - wenn auch oberflächliche - Sicht auf die Dinge und sind in Summe einfach liebenswert verrückt.

Und was ist mit den Deutschen?? Auch die werden geliebt, wenn auch nur von einem:



Übrigens: der Mitschnitt steht authorisiert bei Youtube.

19. Februar 2008

Tag 8 – Ärger und Abschied

Dann war er da, der Tag des Abschiednehmens von der tollen Stadt Las Vegas, aber bevor man sich wieder in Richtung Heimat begeben kann, muss man ja aus seinem Hotel auschecken. Allerdings erwartete uns dort eine unangenehme Überraschung: die Rechnung. Klar, die muss man bezahlen, und das ist manchmal auch unangenehm. Hier aber war das Problem, dass wir vier (mit zwei Kindern) erheblich mehr zahlen sollten als die anderen zwei (ohne Kinder). Auf meine Nachfrage erklärte mir ein asiatischer Bürger hinter dem Tresen, dass das ganz normal wäre, weil die Kinder ja auch etwas kosten würden.

Dazu ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit: Wir buchten die Hotelzimmer bereits im November, weil wir einen schönen Promo Code hatten. Auf der (damaligen) Internetseite www.imperialpalace.com haben wir ganz normal gebucht, das Alter der Kinder angegeben und gesehen, dass Kinder im Zimmer der Eltern bis einschließlich 11 Jahren kostenfrei sind. Selbst wenn man das Alter unserer Kinder addiert, kommt man nur auf 10. Alles okay also. Nun, allerdings haben wir diese Betrachtung ohne Harrah's gemacht, die ja das „Imperial Palace“ gekauft haben und so im Dezember die originale Homepage durch eine Unterseite von www.harrahs.com ersetzten. Hier plötzlich kein Hinweis mehr darauf, dass Kinder kostenlos reisen.

Natürlich reklamierten wir die Rechnung, die Differenz machte über $400,- aus, was mir eindeutig zu fett erschien. Aber der „freundliche“ Asiate verwies auf die Harrah's-Politik (Kinder kosten halt Geld) und wandte sich dem nächsten Kunden zu. Einigermaßen angesäuert ging ich zum benachbarten Schalter, wo eine junge Azubine wartete. Ich erzählte ihr von meinem Problem, und sie bot sofort an, mit der Managerin zu sprechen. Diese kam dann auch, erzählte mir ebenfalls etwas über die Harrah's-Politik, hörte sich aber auch meine Version der Story an, die ich mit dem Hinweis versah, dass wir ja NIE in das Hotel gekommen wären, wenn die Kinder von Anfang an Geld gekostet hätten. Auch den Wechsel der Homepage erzählte ich ihr. Sie verschwand mit dem Hinweis, sie wolle sehen, was sie machen könne.

Es dauerte ca. 15 Minuten, Azubine Stacey schaute sehr verlegen und ich bat sie , in der Zwischenzeit ein paar andere Reisende abzufertigen. Schließlich kam die Managerin zurück mit einer Hardcopy der aktuellen Homepage. Dort hatte sie einen wohl sehr aktuellen Promo Code eingetragen und der Preis lag plötzlich nur noch ca. $70,- über unserem erwarteten. Dies sei das Maximale, was sie für uns tun könnte, und schließlich hatte ich ja quasi beim Check-In dem Fee für die Kinder mit meiner Unterschrift zugestimmt (wenn ich nur mal immer alles lesen würde, was ich unterschreibe). Ich überschlug schnell meine Möglichkeiten und entschied mich für das Entgegenkommen der Managerin. Somit hatten wir zwar $70,- mehr bezahlt, aber das verbuchte ich im Geheimen einfach als normalen Spielverlust (schmerzlich, schmerzlich).

Da es durch diese Komplikation etwas später geworden war, beeilten wir uns, zum „Outlet Center“ zu kommen, denn dort wartete ja „Dunkin' Donuts“ mit dem Frühstück auf uns auf uns. Dann wurde noch ein wenig Kleinkram geshoppt (T-Shirt, Basecaps, ...) und dann war es auch bald Zeit, uns von unserem Toyota zu trennen. Das ging alles problemlos von statten und der Shuttlebus brachte uns zum Flughafen rüber. Schnell Einchecken und zum Sicherheitscheck (endlich mal wieder die Schuhe ausziehen) – dann hieß es nur noch warten auf den Flieger. Dabei trafen wir auch noch auf de_bade, die zur gleichen Zeit in der Stadt und nun auch auf dem Heimweg waren (schöne Grüße!!).

Der Flug war viel schneller vorbei als der Hinflug, nämlich ca. 2 Stunden, weil wir einen schönen Jetstream hatten. Auch in Frankfurt keine Probleme bei der Einreise, auch beim Zoll war keiner zu sehen, wir waren aber trotz der Einkäufe in Summe unter dem Freibetrag. Dann auf die A5/A7, und einige Staus und Baustellen sowie einen McDonalds-Besuch später (man gönnt sich ja sonst nichts) waren wir dann zu Hause. Unsere Katze begrüßte uns stürmisch, mit vielen anderen Leuten telefonierten wir noch schnell, dann waren wir zwar glücklich, endlich zu Hause zu sein, aber auch traurig, weil wir diese schöne Woche hinter uns hatten.

16. Februar 2008

Tag 7 – Feuer am Berg, Wasser im Tal

Heute sollte es noch einmal raus gehen ins Land – das „Valley of Fire“ stand auf dem Plan. Schon recht früh machten wir uns auf und fuhren die I-15 Richtung Norden. Als dann der Asphalt schon recht schlecht wurde und andere Fahrzeuge sehr selten zu sehen waren, fanden wir endlich unsere Abfahrt – und einen von Indianern betriebenen Truckstop. Dort gab es leckeres Frühstück (eher Brunch) mit ganz viel French Toast, Pfannkuchen, Schinken und Ei. Dazu wieder Kaffee in größeren Mengen, der aber kaum „treibende Wirkung“ entwickelt. Ein paar Tropfen wurden dem Tank noch gegönnt, dann ging es ostwärts Richtung Tal.

Nach dem Bezahlen von $6,- für das Auto konnten wir uns auf einem gut beschilderten Weg mit einigen Stichstraßen an den Naturwundern des „Valley of Fire“ erfreuen. Ähnlich Bilder hatten wir vorher nur in Naturdokumentationen gesehen – jetzt standen wir selbst mittendrin. Das Wetter war zwar etwas kühl, aber in der Sonne war es gut auszuhalten. Außerdem zauberte die Sonne und die zweitweise vorbeihuschenden Wolken richtig tolle Farbenspiele auf die Felsen. Wir konnten schöne Fotos und auch tolle Videoaufnahmen machen.

Weiter sollte es Richtung „Lake Mead“ gehen, dessen Ausdehnung nach Norden ja extrem ist. Allerdings mussten wir an der Overton Marina feststellen, dass der Wasserstand des Stausees schon lange recht niedrig ist. Man musste die Rampe für die Boote dort um ein schönes Stück verlängern, damit man gut ins Wasser kam. Allerdings war dank des kühlen Wetters dort nicht viel los, nur der Sheriff machte ein Schwätzchen mit uns und fragte nach dem Woher und Wohin. Weiter also – immer am See entlang – Richtung Süden. Da es eine sehr ruhige Fahrt war, schliefen diverse Besatzungsmitglieder dieser Mission auch recht schnell ein, was mir aber nicht viel ausmacht als Fahrer, weil ich ganz gerne meine Ruhe habe am Steuer. Apropos Fahren: ich genieße das doch recht langsame Fahren in Amerika immer wieder. Ein schöner Kontrast zur oft hektischen Fahrweise einiger Zeitgenossen hier in Deutschland.

Auf unserem Weg Richtung Henderson und zurück nach Las Vegas kamen wir noch an einem etwas unwirklich Ort vorbei: „Lake Las Vegas“. Hier draußen – aber in Sichtweite der Hoteltürme des Strips – haben sich die Reichen und Schönen ein Refugium bauen lassen. Unsere Freundin erkannte auch geich ganze Straßenzüge wieder, die sie in der Fernsehserie „O.C. California“ gesehen hatte. Tolle Wurst! Aber niedlich anzusehen war diese Kopie italienischer Dorfbaukunst schon.

Wer aufmerksam gelesen hat, der hat auch mitbekommen, dass sich die Damen gern und lange in diversen Einkaufszentren aufgehalten haben. Nur für uns technikverliebte Männer war (außer dem tollen Apple Store) noch nicht so viel dabei. Das sollte sich jetzt ändern. Wir setzten Frauen und Kinder an der „Boulevard Mall“ ab, ernteten ein paar ungläubige Blicke und machten uns dann auf zu Circuit City und Best Buy. Beide Elektronikriesen liegen dort direkt nebeneinander. Das wäre so, als wenn MediaMarkt und Saturn in einem Center wären. Technisch gesehen sind wir in einigen Dingen hinterher (Fernsehergrößen, Blue Ray etc.), in anderen Dingen weiter vorn (Handys etc.). Aber in Summe gibt es nur ein großes Unterscheidungsmerkmal: den Preis. Durch den günstigen Dollarkurs erscheinen fast alle Dinge dort – vom Notebook bis zum Plasmaflachmann – als einzigartige Schnäppchen. Relativiert wird das nur durch die Tatsache, dass ja die Amerikaner ihre Gehälter einfach in Dollar bekommen, sich am Preisgefüge für sie also gar nichts geändert hat. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung.

Ganz in der Nähe der „Boulevard Mall“ gibt es eine Niederlassung von „Applebee's“ - dem freundlichen Familienrestaurant. Dort gab es diesmal Abendessen, denn auf der Karte gab es eine Seite voller Highlights für die Frauen: Gerichte mit Weightwatcher's Punkten! So gab es für jeden die volle Portion, und trotzdem rauchte niemand befürchten, ganz schwer gesündigt zu haben. Das ist definitiv eine Geschäftsidee für Deutschland.

Da wir alle an diesem Abend mehr als geschlaucht waren, ging es heute ohne einen Casinobesuch ins Bett, was mit Sicherheit ein sehr großer Fehler war, denn heute hätte es bestimmt geklappt mit dem Glück beim Roulette oder den Slots oder ...

14. Februar 2008

Tag 6 – Hoch und runter

Um es vorweg zu sagen: Diesen Morgen hat uns das Frühstück nicht so geschmeckt. D.h. Mir schon (ich hatte mega-lecker-klebrigen Brownie), aber die anderen Mitfrühstecker waren nicht begeistert vom Speisenangebot bei „Betty's Diner“ im hinteren Teil des „Imperial Palace“. Also schnell den Kaffee geschnappt und zu Fuß rüber in die „Forum Shops“. Die Damen hatten da irgendwie eine Verabredung mit „Victoria's Secret“ (wie können Frauen sich 90 Minuten in einem Schlüpferladen aufhalten??), und wir Männer und die anderen Kinder schauten uns die schönen Geschäfte im hinteren Teil der Mall um. Lebensgroße Kuscheltiere und niedliche Raubtiere namens „Ferrari“ sieht man ja nun auch nicht jeden Tag. Ich entdeckte im Ferrari-Shop übrigens eine handsignierte E-Gitarre von AC/DC für $4.000 – wer sie mir noch nachträglich zum Geburtstag schenken möchte, sie hängt hinten an der linken Wand ...

Dann gings direkt ins Auto und ab Richtung Norden: „Stratosphere“ und „Circus Circus“ waren angesagt. Genauer gesagt trennten wir uns: unsere Freunde setzten wir am Turm ab, mit den Kindern ging es zum „Adventuredome“ - das hatten sie sich verdient. Unsere Kinder, nicht unsere Freunde, die vom „Stratosphere“ zum „Circus Circus“ zurücklaufen wollten. Wir also rein in diesen überdachten Themepark, und irgendwie waren wir fast allein dort. Anstehen an irgendwelchen Fahrgeschäften mussten wir nicht, manchmal wurden die Attraktionen nur für unsere Kinder betrieben. Toll! Die versprochenen Zirkus-Vorführungen sind jeweils kleinere Acts, aber nicht schlecht und auch sehenswert. Allerdings sind die Pausen dazwischen recht lang. Lang genug aber für einen leckeren Hotdog, den es für $0,99 (kein Scherz) nebenan im „Slots-O-Fun“ gibt. Gewicht: ein Pfund!! Uns trotzdem kann man es so wegatmen ... lecker!

Irgendwann kamen unsere Freunde auch an und wir schauten uns noch ein wenig im Hotel um. Was sie über den Besuch im „Stratosphere“ berichten konnten, ist schnell erzählt: um auf den Turm zu gelangen, muss man nicht nur $10,- pro Person bezahlen, sondern auch einen Sicherheits-Check wie am Flughafen durchlaufen. Dafür entschädigt einen dann aber der mehr als tolle Ausblick. Die „Maschinen für Wahnsinnige“ dort auf dem Turm haben die Beiden natürlich nicht ausprobiert (tja, die Angst ;-)).

Schließlich ging es vom „Circus Circus“ wieder südwärts, und zwar bis zur „Fashion Show Mall“. Das hatte zwei Gründe: zum einen wollte ich unbedingt mal in den Apple Store, der sich dort befindet. Und zum zweiten liegt die Mall direkt neben dem „Treasure Island“, und da wollten wir uns die neue, erotisch überarbeitete Piratenshow ansehen. Nach nur wenigen „Stunden“ waren wir endlich am Apple Store (im Übrigen das einzige Geschäft in der Mall, welches wirklich gut besucht war!), und ich kaufte mir endlich mein Geburtstagsgeschenk – einen iPod Touch. So, jetzt hatte ich, was ich (kaufen) wollte, nun war alles nur noch halb so schlimm. Auch der Ausflug meiner Frau zu „G.A.P.“, weil es doch dort so schöne Mäntel gab ...

Zugegeben, an einem lauen Frühlingsabend oder von mir aus auch im Hochsommer macht das Wasserspektakel am „Treasure Island“ sicher richtig viel Spaß. Bei unserem Besuch herrschten irgendwie gefühlte -40° Celsius, aber trotzdem hatten sich einige Schaulustige auf dem hölzernen Steg und an den Seiten der künstlichen Seen eingefunden. Die Show selbst ist auf jeden Fall sehenswert – der Kampf Männer gegen Frauen wird ganz lustig und mit zum Teil spektakulären Effekten in Szene gesetzt. Was ich aber am wahnsinnigsten fand war die Tatsache, dass sich einzelne Protagonisten ohne erkennbar mit der Wimper zu zucken in das wahrscheinlich a...kalte Wasser begaben. Aber das passt zu den T-Shirt- und FlipFlop-Trägern ...

Weil es uns dort so gut geschmeckt hat, fuhren wir noch einmal zum Buffet vom „Arizona Charlie's“ an den Boulder Highway. Außerdem ist am Dienstag dort Fisch- und Steaktag, also wirklich für jeden was dabie. Durch die Anmeldung beim Player's Club gab es noch einen kleinen Rabatt auf die ohnehin nicht sehr hohen Preise, und wir ließen es uns richtig gutgehen. Shrimps in Massen, leckere Steaks al gusto und natürlich auch ein Bastelburger fanden den Weg in unsere Mägen. Sehr lecker und sehr zu empfehlen. Wir kamen auch mit einem Pärchen ins Gespräch und erkundigten uns nach der Qualität der Zimmer, die beide sehr lobten. Nun, vielleicht ist das „Arizona Charlie's“ ja für uns Mietwagenverrückte ja für das nächste Mal eine Alternative.

Tja, und nachdem die Kinder und meine Frau im Bett waren, gab es wieder einen kleinen Durchgang im Casino, wo wir wieder sehr nette Leute am Roulettetisch trafen und uns köstlich amüsierten. Gut, über einen Gewinn hätten wir uns wahrscheinlich sogar noch mehr gefreut ...

10. Februar 2008

Tag 5 – Im Streichelrochenzoo

Nachdem ich gestern so gut bedacht worden bin, waren heute die Kinder an der Reihe. Deshalb fuhren wir nach dem etwas späteren Aufstehen zum „Excalibur“, um dort bei McDonalds bzw. Subway unsere Frühstücke zu ordern. Bei McDonalds klappte es zeitlich gerade mal so, weil es 5 vor 11 war, und irgendwie musste ich an den Film „Falling Down“ mit Michael Douglas denken. Auch das Essen selbst sah nicht so aus wie auf dem Bild ...

Zum „Excalibur“ wäre zu sagen, dass wir dort im Jahr 2000 unsere Hochzeitsreise verbracht haben und es uns von daher schon sehr ans Herz gewachsen ist. Leider ist im Hotel selbst alles nicht mehr ganz so frisch und ansehnlich, aber den Kindern hat es schon vom Thema „Ritter, Drachen und Prinzessinnen“ her gut gefallen. Für die Acrade sind sie ja noch zu klein, und der „Spongebob 4D Ride“ war uns irgendwie zu teuer. Im Übrigen eine gute Entscheidung, denn den kleinen Schwamm sollten wir doch noch erleben – ein wenig später.

Was im Jahr 2000 schon toll war wegen der Hitze – die überdachten Übergänge von Hotel zu Hotel – machte auch diesmal aufgrund des schlechten Wetters draußen Sinn. So besuchten wir als nächstes Hotel das „Luxor“. Auch hier hatten sich zu damals einige Dinge geändert, aber es sieht immer noch phänomenal aus in der Pyramide. Im Attraction Level sollte es dann aber sein: entweder IMAX-Kino oder IMAX-Ride. Die Entscheidung fiel mehrheitlich auf den Ride, und $60 wechselten an der Kasse ihre Besitzer. Auf der „Jagd nach dem Obelisken“ müssen die IMAX-Jungs auch irgendwie die Zeit gefunden haben, denn nach noch nicht einmal 15 Minuten waren wir wieder draußen – Wartezeit im Inneren schon mitgerechnet. Ich glaube, das wäre auch in Deutschland ein ganz schöner Stundenlohn.

Aber es geht noch besser: Man setze sich mit den Kindern für drei Minuten auf einen grünen, sich drehenden Teppich, winke mal nach rechts und mal nach links – und zahle für eine wunderschöne DVD dann $80 plus Steuer. Ich dachte erst, die machen Spaß, aber die offizielle Preisliste log nicht. Um den Kindern einen Gefallen zu tun, entschied ich mich dazu, ein Foto von der Aktion mizunehmen, das kostete als einfacher PC-Print „nur“ $25 – also ein glattes Schnäppchen! Und ich habe gelernt, dass man nicht nur im Casino Geld verzocken kann. Aber dafür ist es doch Urlaub, oder?!

Nun, weiter ging es zum „Mandalay Bay“, und dieses Haus ist schon mehr als nur beeindruckend. Es ist einfach nur schön dort, und es gibt jede Menge zu sehen. So z.B. das Aquarium „Shark Reef“, welches die Kinder unbedingt sehen wollten. Wo sonst kann man hautnah Alligatoren und Haie beobachten – und das auch noch in der Wüste? Das Highlight für die Zwillinge war aber das Streicheln der kleinen Rochen, die in einem flachen Becken gut zu erreichen sind. Und die ließen sich das auch noch gefallen! Echt beeindruckend.

Zum Glück sind die drei Hotels mit einer kostenlosen Tram verbunden, und wir konnten zurück zum „Excalibur“ fahren. Wenn man aus der Bahn aussteigt, befindet man sich auch schon fast auf dem Hochweg rüber zum „New York New York“, unserer nächsten Station. Lange hielten wir uns hier aber nicht auf, weil man erst durch das riesige Casino durch muss, bis man in „der Altstadt“ ist mit ihren kleinen Straßen, Shops und Restaurants. Wir knabberten lieber ein paar Bretzeln und beobachteten das Treiben von oben.
Und schon ging es weiter, denn die Kollegen Red und Yellow samt ihrer Freundin Green warteten schon auf uns bei „M&M's“. Dort kann man auf vier Etagen nicht nur lauter tolle Werbegeschenke kaufen, sondern auch die wohl teuersten M&M's, die es außerhalb der Supermärkte gibt. Zum Glück schmecken die kleinen Dinger richtig gut, und außerdem hatten die Kinder noch das Glück und trafen Green, die jetzt ihre neue beste Freundin ist.

Jetzt hatte ich eine „tolle“ Idee: weil die Damen gestern bei Docker's nichts Richtiges gefunden hatten, zeigte ich ihnen das andere Chelsea-Center in Las Vegas: die „Premium Outlets“. Was ich dabei völlig vergaß ist die Tatsache, dass die Shops nicht in einer schönen Mall sind, sondern man praktisch unter freiem Himmel von Shop zu Shop rennt. Und hatte ich nicht bemerkt, wie kalt es heute war?? Nun, dort sollte ich es spüren, denn ich fror mir draußen fast den A.... ab. Also musste ich mit rein!! Naja, und hab dann auch was gekauft, ich geb's ja zu.

Nun wurde aber mein Hunger größer, also trieb ich die anderen Einkäufer zurück zum Auto, um sie zu „Arizona Charlie's“ am Boulder Highway zu bringen. Dort wollte ich gern zum Buffet gehen. Und was soll ich sagen? Es war preisgünstig und richtig gut. Für jeden war etwas dabei, und außerdem hatten wir einen sehr freundlichen Kellner erwischt (Felix), der sich gut um uns kümmerte. Und ich bastelte mir einen leckeren Cheeseburger, der mir ganz frisch gebraten wurde. Sehr, sehr lecker, also musste noch einer her! Leider schaffte ich daraufhin mein Eis zum Dessert nicht mehr.

Im „Imperial Palace“ war dann noch ein wenig Roulette und Slots angesagt, und dann ging es ab in die Betten.

Tag 4 – Ein schöner Einkaufstag

Nun war er also da mein 40. Geburtstag, und ich war in der tollsten Stadt der Welt. Gibt es was Schöneres??

(OT: Eigentlich wollte ich ja im Death Valley feiern, damit ich mit 40 schon das Tal des Todes durchschritten habe. Ich konnte meine Familie aber nicht so recht überzeugen.)

Meine drei Frauen gratulierten mir schön, ich bekam kleine Geschenke von den Zwillingen, und meine Frau wünschte mir „einen schönen Einkaufstag“. Was das bedeutet, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht so richtig. Auf jeden Fall machten wir uns dann, nachdem auch unsere Freunde mir gratulierten, mit dem Auto auf in Richtung „Las Vegas Premium Outlets“ (die frühere „Belz“ Mall). Das Wetter hatte sich nach dem nächtlichen Dauerregen (das Video ist weiter oben zu sehen) deutlich gebessert und es schien wieder die Sonne. Auch ein guter Grund also, sich in überdachtes Areal zu begeben.

Beim „Dunkin' Donuts“ gab es erst einmal lecker Frühstück für alle, ich machte einen auf süß und verputzte einen leckeren Muffin. Typ Chocolate natürlich, dazu reichlich Kaffee. Und dann ging es los: Dank des doch recht günstigen Dollarkurses stellt solch eine Mall ja die schönste Verlockung für eine Frau dar, in meinem Fall also quasi die vierfache Verlockung. Leider gibt es bis auf den CD-Laden und zwei, drei Andenken-Geschäfte wenig für uns Männer zu sehen dort. Oder sollte ich etwa doch einkaufen? Nun, damit mir nicht zu langweilig wurde, sah ich mich nach einer neuen Sonnenbrille um, denn wie bei jedem Urlaub hatte ich meine natürlich wieder im Auto zu Hause gelassen. Nach 10 Minuten wurde ich fündig, also mal probiert, von links und rechts geschaut, für gut befunden, gekauft. Das verstehe ich unter Einkaufen! Naja, wir hielten uns jedenfalls geschlagene fünf Stunden dort auf, und ich kannte bald die meisten Angestellten in der Mall mit Vornamen (die kleine Tochter von Betty hinten im Andenkenladen bekommt übrigens gerade Zähne). Als kleine Abwechslung habe ich nach erfolgtem Einkauf der Frauen immer die Tüten direkt ins Auto gebracht. So kam ich zu frischer Luft und als Einziger in den Genuss des Sonnenscheins draußen.

Schließlich musste ich noch ein wenig drängeln, denn aus Anlass meines Ehrentages hatte ich einen Tisch im „Rainforest Cafe“ im MGM reserviert. Also die ganze Party ins Auto geladen und ab ging's zum „grünen Wunder“. Diesmal erschien uns der Weg vom Parkhaus zum RFC nicht so lang, was wohl auch daran lag, dass ich direkt an der Treppe einen Parkplatz gefunden hatte. Das „Rainforest Cafe“ ist ein ganz netter Ort, die Kinder fanden es spaßig, sich die ganzen Tiere anzuschauen, unser Kellner war gut drauf, und mein Steak war gaaaaanz lecker.

So fand dieser Tag doch noch ein schönes Ende ... obwohl, ganz zu Ende war er ja noch nicht, denn unsere Freunde drückten mir ein paar Chips in die Hand und nahmen mich mit zum Roulette. Dort spielten wir ein wenig auf und ab, bis ich auf die Idee kam, mal etwas auf die 27 zu setzen (weil es ja mein Geburtstag ist). Ein bärtiger Typ auf der anderen Seite des Tisches tat daraufhin dasselbe – und es kam die 27!! Ich rief: „Hey, today is my birthday!“, worauf der Bärtige antwortete: „It's my birthday too!“ Einfach cool!! Nun ja, einige Drinks später war der Gewinn wieder dahin, aber mit einem Lächeln im Gesicht ging es ab ins Bett.

So, Fotos gibt es heute dazu leider nicht, aber ich nehme an, die meisten hier waren schon einmal in einem Einkaufszentrum, oder?!

6. Februar 2008

Nachtrag: Red Rock Canyon 2008

Zum gestrigen Eintrag kommt hier mal noch ein kleiner Film über den Ausflug zum Red Rock Canyon:

5. Februar 2008

Tag 3 – Rote Berge

Schon recht früh machten wir uns auf Richtung Westen, dem „Red Rock Canyon“ entgegen. Das Frühstück gab es heute bei McDonalds, und zum ersten Mal kam die Frage auf nach Marmelade auf Brötchen usw. Wahrscheinlich lag das an der – zumindest bei einigen – noch ausstehenden Körperentleerung und einer beginnenden Abneigung gegen Ei in jeglicher Form zum Frühstück. Diese Abneigung sollte sich in den nächsten Tagen noch verstärken, allerdings nicht bei mir. Zuhause esse ich kaum etwas zum Frühstück, in Amerika haue ich morgens richtig rein.

Am „Red Rock Canyon“ angekommen, zahlten wir erst einmal Einfahrt ($5 pro Auto) und staunten dann über a) die Naturwunder und b) die schon oben beschriebene Unverfrorenheit mancher amerikanischer Zeitgenossen. Zumindest ich kann von mir behaupten, noch nie in Badelatschen durch einen eiskalten Gebirgsbach gelaufen zu sein. Auch nicht mit kurzen Hosen! Doch bleiben wir bei den Naturwundern: einen Ausflug zum „Red Rock Canyon“ sollte man – sofern motorisiert – auf jeden Fall machen. Man ist nicht so lange unterwegs (ca. 30 Minuten vom Strip), und die tollen Felsen und Panoramen sind absolut sehenswert. Auch den Kindern hat es gefallen, über Felsklumpen zu klettern, sich durch Spalten zu quetschen und über vereiste Flächen zu rutschen. Schließlich war Januar, und in manche Ecken dort fällt zu dieser Jahreszeit kein Licht. Dementsprechend kalt ist es auch. Aber in der Sonne ist es mehr als angenehm. Nach zwei Stunden machten wir uns dann auf den Rückweg und futterten noch ein paar Burger bei McDonalds.

Den Kindern und Frauen wurde dann ein kleines Schläfchen zugestanden, wir Männer zogen los ins „Casino Royale“. Die obligatorische Anmeldung beim dortigen Player's Club wurde uns mit $50 für freies Slotspiel und ein paar anderen Nettigkeiten gedankt. Mit den zusammen $100 spielten wir eine ganze Weile (ohne Erfolg), probierten dann Black Jack Twist aus (ohne Erfolg) und nahmen ein paar kleine Bierchen (auf Kosten des Hauses, also doch ein Erfolg). Das Casino ist recht angenehm und das Publikum hat das Verfallsdatum auch noch nicht überschritten.

Der Nachmittag hatte es dann wieder in sich – lauftechnisch gesehen. Wir wackelten vom „Imperial Palace“ am „Flamingo“ und am „Bally's“ vorbei Richtung „Paris“. Da es schon 5 durch war, galten unsere 2-für-1-Coupons nicht mehr, und wir zahlten den vollen Preis, um auf den halben Eiffelturm hochzufahren. Wenigstens die Kinder kosteten nichts. Der Ausblick von oben auf den Strip ist dann aber schon toll, auch die Fontänen vom „Bellagio“ sieht man recht gut. Ansonsten sieht das „Paris“ nicht so spektakulär aus wie erwartet, vielleicht wurde hier nicht mit ganz so viel Liebe (oder Geld?) gebaut.

Weiter ging es zum „Planet Hollywood“, an das wir noch gute Erinnerungen hatten, als es noch das „Aladdin“ war. Die damalige „Desert Passage“ war richtig cool, und so wollten wir unbedingt den künstlichen Gewitterregen sehen. Groß war dann die Ernüchterung, als wir die „Miracle Mile Shops“ betraten: einfach nur ein weiteres Einkaufszentrum am Hotel. Zumindest der hintere Teil erinnert noch ein wenig an die „alte“ Zeit, und wir fanden sogar die Stelle, wo das Gewitter sein sollte. Bei einer 17-Zoll-Pizza (für uns alle zusammen) warteten wir auf die volle Stunde. Es schlug eine Glocke, es blinkerten ein paar Lichter hinter den künstlichen Häuserdächern und es grollte ein imaginärer Donner – aber keine Spur vom Regen. Ein Blick zur Decke ließ erahnen, dass diese Attraktion ihre beste Zeiten wohl hinter sich hat.

Da uns schon die Füße brannten, wollten wir einfach „das Stück“ bis zum „MGM“ laufen und von dort mit der Monorail zum „Imperial Palace“ zurückfahren. Gut, bis zum Eingang des „MGM“ war es noch erträglich, aber der Weg im Hotel bis zur Monorail-Station ist fast endlos lang. Als ich eine Restroom-Pause machte, wurde meine im Zwischengang wartende Frau mit den Kindern sofort angeraunzt, sie könne sich mit Kindern nicht im Casinobereich aufhalten. Schließlich an der Bahn angekommen, gab es einen kleinen Sicherheitscheck, und dann durfte die Reise losgehen. Nach drei Stationen waren wir da, meine Frau und die Kinder gingen zu Bett, wir drei anderen gingen zur Karaoke Bar. Dort war eine recht lustige amerikanische Reisegruppe dabei, das Repertoire von ca. 15.000 Titeln hoch- und runterzusingen. Mehr oder weniger gut. Das Ganze war recht lustig, und so wurde es ein netter, spielefreier Abend.

4. Februar 2008

Tag 2 – "Ach, lasst uns doch reingehen!"

Dank der Zeitverschiebung waren wir schon so gegen 7 Uhr wach. Dank unserer bei Ebay gekauften Telefonkarten (Prepaid-Karten von AT&T / Cingular) verabredeten wir uns für 8 Uhr und gingen in Richtung „Venetian“. Denn im benachbarten „Casino Royale“ gibt es ein „Denny's“. Für deren Frühstücksclub hatte ich mich vorher schon im Internet angemeldet und diverse Gutscheine bekommen (u.a. einen für 20% Rabatt beim Frühstück). Da wir recht früh dort waren, bekamen wir auch gleich einen Tisch und konnten die schöne bunte Karte studieren. Das Frühstück wurde dann typisch amerikanisch, also recht umfangreich. Ich persönlich bin immer erstaunt, wieviel Kaffee ich dort trinken kann, obwohl ich in Deutschland kaum welchen trinke.

Gestärkt für den Tag liefen wir dann weiter zum „Venetian“. Der Tag war noch jung, und das Wetter für uns Mitteleuropäer recht kühl. Nicht so für einige Amerikaner, die mit T-Shirt(!), Shorts(!!) und FlipFlops (!!!) durch die Strassen liefen. Absolut erstaunlich! Zum Glück war es im „Venetian“ nicht nur angenehm warm, sondern auch sehr schön. Schon beeindruckend, was man da so geboten bekommt. Alles sehr edel, vieles möglichst nah am Original, und natürlich alles viel sauberer als in Original-Venedig. Man schaue sich nur einmal das Wasser an. Durch die „Grand Canal Shoppes“ ging es hinüber zum nagelneuen „Palazzo“. Was für ein Prachtbau! Die Kinder und Frauen waren am meisten begeistert von den tollen Blumendekorationen und den vielen Wasserspielen. Auf dem Rückweg zum „Venetian“ schauten wir noch in den Shop der „Blue Man Group“ hinein und besuchten den wohl edelsten öffentlichen Restroom von ganz Las Vegas.

Unser weiterer Weg führte uns dann ins „Treasure Island“ (ich benutze mal den alten Namen, der neue ist einfach nur blöd) und drumherum, denn die Kinder wollten mal die Schiffe sehen. Als wir draussen standen und ein erstes Telefongespräch nach Hause führten, sahen wir plötzlich schwarze Rauchschwaden über dem südlichen Strip und diverse Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge übten kleine Verfolgungsfahrten in diese Richtung. Was mochte dort wohl brennen? Etwas auf der Baustelle vom neuen „City Center“ oder doch ein Hotel? Nun, es war das „Monte Carlo“, aber das hörten wir erst am Abend in den TV-Nachrichten.

Zum Glück konnte ich alle dann zu einer Bahnfahrt überreden, denn schließlich können Wege in Amerika ganz schön lang werden. Im „Mirage“ zeigten wir den Kindern erst einmal das tolle Aquarium hinter der Rezeption. Dann ging es in Richtung „Secret Garden“ und „Dolphin Habitat“ („Ach,lasst uns doch reingehen!“). So schauten wir uns nach dem Bezahlen eines üppigen Eintrittsgeldes die Delphine und anderen Tiere an. Natürlich hatte ich die Videokamera nicht dabei, und so konnte ich nur ein paar Fotos machen. Das war recht schade, denn die Delphine machten etwas sehr lustiges: Besucher angucken. Sie kamen von allein aus dem Wasser heraus, um sich die Leute anzuschauen, die da am Rand des Beckens standen. Dabei hatten sie jede Menge Spaß, die Zuschauer allerdings auch. Allerdings mussten die Delphine keinen Eintritt bezahlen, sondern nur mit ihrer Freiheit. Ach ja, das versprochene Delphin-Baby ist schon ganz schön groß und im Wasser kaum von seinen Eltern zu unterscheiden. Und einige der Pelzträger im „Secret Garden“ haben auch schon bessere Zeiten gesehen.

Und dann kam, was kommen musste: wir erreichten das erste Einkaufszentrum, nämlich die „Forum Shops“ vom „Caesars Palace“. Sofort kam ein Glitzern in die Augen der Frauen, und wir Männer wurden zu Kindergärtnern erklärt. Zum Glück hatte sich aufgrund der vielen Lauferei nicht nur bei den Kindern eine gewisse Fußlahmheit eingestellt, und der intensivere Besuch bei „Victoria's Secret“ und anderen Shops wurde vertagt.

Da uns ein wenig der Hunger plagte, besuchten wir noch das „O'Sheas“ und knabberten ein paar Cookies zum Kaffee. Das Casino selbst ist laut und irgendwie nicht so recht ansprechend. Danach gab es für Frauen und Kinder ein verspätetes Schläfchen, wir Männer besuchten mal die Roulette-Tische und ließen ein paar Dollar dort. Also wurden die vier Mädels geholt und es ging per Auto raus zu „Sam's Town“. Dummerweise am falschen Tag und etwas spät, denn das Buffet war ein Seafood-Buffet und da es schon Viertel vor 9 war, wollten sie uns gar nicht mehr reinlassen. Wir aßen dann in einem anderen Restaurant und waren gerade fertig, als draußen (also drinnen im Hof) die „Sunset Stampede“ losging: eine Licht-, Wasser-, Laser- und Soundshow mit lustigen animatronischen Tieren und einem zutiefst patriotischen Inhalt. Da wir die Kinder nicht so recht bei Laune halten konnten, ging es wieder zurück zum „Imperial Palace“, wo sich meine Frau mit den Kindern zu Bett begab und wir restlichen drei Leute einen kleinen Casinobesuch einlegten. Leider wurden die „freien Drinks“ wieder recht teuer für uns. Naja, wer sagt, dass man gewinnen muss?!

3. Februar 2008

Tag 1 – Fliegen mit Condor ist schön (eng)

24. Januar:

Schon gegen 3 Uhr war die Nacht zu Ende, allerdings konnten wir schon vor Aufregung nicht besonders gut schlafen. Egal, das ist halt Urlaub! Also die letzten Sachen gepackt, kurz vor 4 kamen unsere Freunde vorgefahren – und dann ging es los Richtung Frankfurt. Zum Glück gab es unterwegs keine Probleme oder Staus, so dass wir schon gegen halb 8 am Aiport-Hotel Kelsterbach ankamen. Dort hatten wir für je 43,- € zwei Parkplätze gebucht. Nach dem Bezahlen und dem Parken der Autos brachte uns der Shuttlebus zum Flughafen, quasi bis direkt bis zum Condor-Schalter. Dort ging es auch recht schnell mit dem Einchecken. Also ab zum Frühstück – zu Flughafenpreisen! Es war das teuerste Frühstück des gesamten Urlaubs, aber man muss ja was essen. Dann sind wir noch ein wenig im Flughafen rumgebummelt und haben dabei die bonde Anni von „Germany's next topmodel“ gesehen. Mann, ist die dürr!! Aber sie wäre für einen Langstreckenflug mit Condor sehr gut geeignet. Ich mit knapp 1,90 allerdings eher nicht ...

Die 12 Stunden im Flieger vergingen dann eben nicht wie im Flug, sondern wurden ein wenig zu Quälerei. Übrigens auch für die Kinder, denn so lange stillsitzen ist ganz schön anstrengend für Fünfjährige. Aber zwei Mahlzeiten, drei Filme und ca. 10 Minuten Schlaf (insgesamt!) später waren wir auch „schon“ da. Raus aus dem Flugzeug, rein in die Warteschlange bei der Einreise. Da wir ganz hinten im Flieger saßen, standen wir auch ziemlich weit am Ende. Aber es gibt dort einen guten Geist mit einer gelben Condor-Weste: der hält nach mitreisenden Kindern Ausschau und lotst diese samt die begleitenden Eltern aus der Schlange heraus zum nächsten freien Officer. So brauchten wir insgesamt nur knapp fünf Minuten warten, und nach einem sehr freundlichen Gespräch (die Amerikaner scheinen Kinder zu mögen) konnten wir unsere Koffer abholen. Kleine Beagle haben wir beim Zoll übrigens nicht gesehen, nur eine ältere Dame, die uns viel Spaß und ganz viel Glück in Las Vegas wünschte.

Mit einem Shuttlebus ging es in die Gillespie St. zur zentralen Autovermietung. Wir hatten einen Minivan bei Alamo gebucht, und nach dem Ablehnen der diversen zusätzlichen Versicherungsangebote etc. konnten wir unseren Toyota Sienna in Empfang nehmen. Ein schöner Wagen, extra für uns aus Kalifornien rübergeholt, weil es diese Klasse in Las Vegas eigentlich gar nicht gibt. Vier Erwachsene, zwei Kinder und sechs Koffer hatten problemlos Platz. Und ab ging die Fahrt Richtung Strip.

Nach einer Viertelstunde waren wir am gebuchten Hotel: "Imperial Palace". Es liegt mitten am Strip und war für die Lage mehr als preiswert. Das war es dann aber eigentlich auch schon. Doch dazu später mehr. Da wir alle etwas geschlaucht waren, liessen wir den Wagen parken und die Koffer auf die Zimmer bringen. Ein sehr angenehmer und vergleichsweise günstiger Service. Danach machten wir einen ersten Rundgang durch das Hotel und kosteten im Burger Palace die erste amerikanische Mahlzeit des Urlaubs. Und dann ging es auch schon in die Betten – wir waren ja auch schon 24 Stunden auf den Beinen. Vorher noch schnell beim Player's Club angemeldet und ein wenig Geld in den Slots versenkt – leider blieb uns das Glück dann nicht nur an diesem Abend versagt.

Soviel zum ersten Tag ... und morgen geht es weiter.

Vorab: Regen im Parkhaus

So, jetzt sind wir also wieder zurück aus Las Vegas. Genauer gesagt sind wir schon am 31.01./01.02. zurückgekommen, aber heute habe ich zum ersten Mal die Zeit gefunden, die Bilder zu sortieren, die Clips zu sichten und möglichst alles in die richtige zeitliche Reihenfolge zu bringen.

Es kann also losgehen mit einem kleinen Reisebericht. Die ersten Tage sind schon geschrieben, doch bevor es so richtig losgeht, ein kleines Schmankerl aus der Wüste:



Binnen weniger Minuten war das Parkhaus unseres Hotels vollgelaufen, und die Straße hatte sich in einen Fluß verwandelt. Unser Mietwagen stand zum Glück in der ersten Etage, sonst hätten wir ein Problem gehabt.

Das Wasser war übrigens auch recht schnell wieder weg. Ein Angestellter sagte mir, dass das völlig normal wäre. Okay, nehmen wir's so hin.