4. Februar 2008

Tag 2 – "Ach, lasst uns doch reingehen!"

Dank der Zeitverschiebung waren wir schon so gegen 7 Uhr wach. Dank unserer bei Ebay gekauften Telefonkarten (Prepaid-Karten von AT&T / Cingular) verabredeten wir uns für 8 Uhr und gingen in Richtung „Venetian“. Denn im benachbarten „Casino Royale“ gibt es ein „Denny's“. Für deren Frühstücksclub hatte ich mich vorher schon im Internet angemeldet und diverse Gutscheine bekommen (u.a. einen für 20% Rabatt beim Frühstück). Da wir recht früh dort waren, bekamen wir auch gleich einen Tisch und konnten die schöne bunte Karte studieren. Das Frühstück wurde dann typisch amerikanisch, also recht umfangreich. Ich persönlich bin immer erstaunt, wieviel Kaffee ich dort trinken kann, obwohl ich in Deutschland kaum welchen trinke.

Gestärkt für den Tag liefen wir dann weiter zum „Venetian“. Der Tag war noch jung, und das Wetter für uns Mitteleuropäer recht kühl. Nicht so für einige Amerikaner, die mit T-Shirt(!), Shorts(!!) und FlipFlops (!!!) durch die Strassen liefen. Absolut erstaunlich! Zum Glück war es im „Venetian“ nicht nur angenehm warm, sondern auch sehr schön. Schon beeindruckend, was man da so geboten bekommt. Alles sehr edel, vieles möglichst nah am Original, und natürlich alles viel sauberer als in Original-Venedig. Man schaue sich nur einmal das Wasser an. Durch die „Grand Canal Shoppes“ ging es hinüber zum nagelneuen „Palazzo“. Was für ein Prachtbau! Die Kinder und Frauen waren am meisten begeistert von den tollen Blumendekorationen und den vielen Wasserspielen. Auf dem Rückweg zum „Venetian“ schauten wir noch in den Shop der „Blue Man Group“ hinein und besuchten den wohl edelsten öffentlichen Restroom von ganz Las Vegas.

Unser weiterer Weg führte uns dann ins „Treasure Island“ (ich benutze mal den alten Namen, der neue ist einfach nur blöd) und drumherum, denn die Kinder wollten mal die Schiffe sehen. Als wir draussen standen und ein erstes Telefongespräch nach Hause führten, sahen wir plötzlich schwarze Rauchschwaden über dem südlichen Strip und diverse Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge übten kleine Verfolgungsfahrten in diese Richtung. Was mochte dort wohl brennen? Etwas auf der Baustelle vom neuen „City Center“ oder doch ein Hotel? Nun, es war das „Monte Carlo“, aber das hörten wir erst am Abend in den TV-Nachrichten.

Zum Glück konnte ich alle dann zu einer Bahnfahrt überreden, denn schließlich können Wege in Amerika ganz schön lang werden. Im „Mirage“ zeigten wir den Kindern erst einmal das tolle Aquarium hinter der Rezeption. Dann ging es in Richtung „Secret Garden“ und „Dolphin Habitat“ („Ach,lasst uns doch reingehen!“). So schauten wir uns nach dem Bezahlen eines üppigen Eintrittsgeldes die Delphine und anderen Tiere an. Natürlich hatte ich die Videokamera nicht dabei, und so konnte ich nur ein paar Fotos machen. Das war recht schade, denn die Delphine machten etwas sehr lustiges: Besucher angucken. Sie kamen von allein aus dem Wasser heraus, um sich die Leute anzuschauen, die da am Rand des Beckens standen. Dabei hatten sie jede Menge Spaß, die Zuschauer allerdings auch. Allerdings mussten die Delphine keinen Eintritt bezahlen, sondern nur mit ihrer Freiheit. Ach ja, das versprochene Delphin-Baby ist schon ganz schön groß und im Wasser kaum von seinen Eltern zu unterscheiden. Und einige der Pelzträger im „Secret Garden“ haben auch schon bessere Zeiten gesehen.

Und dann kam, was kommen musste: wir erreichten das erste Einkaufszentrum, nämlich die „Forum Shops“ vom „Caesars Palace“. Sofort kam ein Glitzern in die Augen der Frauen, und wir Männer wurden zu Kindergärtnern erklärt. Zum Glück hatte sich aufgrund der vielen Lauferei nicht nur bei den Kindern eine gewisse Fußlahmheit eingestellt, und der intensivere Besuch bei „Victoria's Secret“ und anderen Shops wurde vertagt.

Da uns ein wenig der Hunger plagte, besuchten wir noch das „O'Sheas“ und knabberten ein paar Cookies zum Kaffee. Das Casino selbst ist laut und irgendwie nicht so recht ansprechend. Danach gab es für Frauen und Kinder ein verspätetes Schläfchen, wir Männer besuchten mal die Roulette-Tische und ließen ein paar Dollar dort. Also wurden die vier Mädels geholt und es ging per Auto raus zu „Sam's Town“. Dummerweise am falschen Tag und etwas spät, denn das Buffet war ein Seafood-Buffet und da es schon Viertel vor 9 war, wollten sie uns gar nicht mehr reinlassen. Wir aßen dann in einem anderen Restaurant und waren gerade fertig, als draußen (also drinnen im Hof) die „Sunset Stampede“ losging: eine Licht-, Wasser-, Laser- und Soundshow mit lustigen animatronischen Tieren und einem zutiefst patriotischen Inhalt. Da wir die Kinder nicht so recht bei Laune halten konnten, ging es wieder zurück zum „Imperial Palace“, wo sich meine Frau mit den Kindern zu Bett begab und wir restlichen drei Leute einen kleinen Casinobesuch einlegten. Leider wurden die „freien Drinks“ wieder recht teuer für uns. Naja, wer sagt, dass man gewinnen muss?!

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