19. Februar 2008

Tag 8 – Ärger und Abschied

Dann war er da, der Tag des Abschiednehmens von der tollen Stadt Las Vegas, aber bevor man sich wieder in Richtung Heimat begeben kann, muss man ja aus seinem Hotel auschecken. Allerdings erwartete uns dort eine unangenehme Überraschung: die Rechnung. Klar, die muss man bezahlen, und das ist manchmal auch unangenehm. Hier aber war das Problem, dass wir vier (mit zwei Kindern) erheblich mehr zahlen sollten als die anderen zwei (ohne Kinder). Auf meine Nachfrage erklärte mir ein asiatischer Bürger hinter dem Tresen, dass das ganz normal wäre, weil die Kinder ja auch etwas kosten würden.

Dazu ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit: Wir buchten die Hotelzimmer bereits im November, weil wir einen schönen Promo Code hatten. Auf der (damaligen) Internetseite www.imperialpalace.com haben wir ganz normal gebucht, das Alter der Kinder angegeben und gesehen, dass Kinder im Zimmer der Eltern bis einschließlich 11 Jahren kostenfrei sind. Selbst wenn man das Alter unserer Kinder addiert, kommt man nur auf 10. Alles okay also. Nun, allerdings haben wir diese Betrachtung ohne Harrah's gemacht, die ja das „Imperial Palace“ gekauft haben und so im Dezember die originale Homepage durch eine Unterseite von www.harrahs.com ersetzten. Hier plötzlich kein Hinweis mehr darauf, dass Kinder kostenlos reisen.

Natürlich reklamierten wir die Rechnung, die Differenz machte über $400,- aus, was mir eindeutig zu fett erschien. Aber der „freundliche“ Asiate verwies auf die Harrah's-Politik (Kinder kosten halt Geld) und wandte sich dem nächsten Kunden zu. Einigermaßen angesäuert ging ich zum benachbarten Schalter, wo eine junge Azubine wartete. Ich erzählte ihr von meinem Problem, und sie bot sofort an, mit der Managerin zu sprechen. Diese kam dann auch, erzählte mir ebenfalls etwas über die Harrah's-Politik, hörte sich aber auch meine Version der Story an, die ich mit dem Hinweis versah, dass wir ja NIE in das Hotel gekommen wären, wenn die Kinder von Anfang an Geld gekostet hätten. Auch den Wechsel der Homepage erzählte ich ihr. Sie verschwand mit dem Hinweis, sie wolle sehen, was sie machen könne.

Es dauerte ca. 15 Minuten, Azubine Stacey schaute sehr verlegen und ich bat sie , in der Zwischenzeit ein paar andere Reisende abzufertigen. Schließlich kam die Managerin zurück mit einer Hardcopy der aktuellen Homepage. Dort hatte sie einen wohl sehr aktuellen Promo Code eingetragen und der Preis lag plötzlich nur noch ca. $70,- über unserem erwarteten. Dies sei das Maximale, was sie für uns tun könnte, und schließlich hatte ich ja quasi beim Check-In dem Fee für die Kinder mit meiner Unterschrift zugestimmt (wenn ich nur mal immer alles lesen würde, was ich unterschreibe). Ich überschlug schnell meine Möglichkeiten und entschied mich für das Entgegenkommen der Managerin. Somit hatten wir zwar $70,- mehr bezahlt, aber das verbuchte ich im Geheimen einfach als normalen Spielverlust (schmerzlich, schmerzlich).

Da es durch diese Komplikation etwas später geworden war, beeilten wir uns, zum „Outlet Center“ zu kommen, denn dort wartete ja „Dunkin' Donuts“ mit dem Frühstück auf uns auf uns. Dann wurde noch ein wenig Kleinkram geshoppt (T-Shirt, Basecaps, ...) und dann war es auch bald Zeit, uns von unserem Toyota zu trennen. Das ging alles problemlos von statten und der Shuttlebus brachte uns zum Flughafen rüber. Schnell Einchecken und zum Sicherheitscheck (endlich mal wieder die Schuhe ausziehen) – dann hieß es nur noch warten auf den Flieger. Dabei trafen wir auch noch auf de_bade, die zur gleichen Zeit in der Stadt und nun auch auf dem Heimweg waren (schöne Grüße!!).

Der Flug war viel schneller vorbei als der Hinflug, nämlich ca. 2 Stunden, weil wir einen schönen Jetstream hatten. Auch in Frankfurt keine Probleme bei der Einreise, auch beim Zoll war keiner zu sehen, wir waren aber trotz der Einkäufe in Summe unter dem Freibetrag. Dann auf die A5/A7, und einige Staus und Baustellen sowie einen McDonalds-Besuch später (man gönnt sich ja sonst nichts) waren wir dann zu Hause. Unsere Katze begrüßte uns stürmisch, mit vielen anderen Leuten telefonierten wir noch schnell, dann waren wir zwar glücklich, endlich zu Hause zu sein, aber auch traurig, weil wir diese schöne Woche hinter uns hatten.

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