15. August 2008

Zum Glück überholt

Beruflich bin ich ja einige Kilometer im Jahr quer durch Mitteldeutschland (und manchmal auch weiter) unterwegs. Und da trifft man doch den einen oder anderen Zeitgenossen, der sich durch eine nicht so ganz gesetzeskonforme Fahrweise "auszeichnet". Da wird zu schnell gefahren, an unmöglichen Stellen überholt oder einfach nur mal die Vorfahrt nicht beachtet. Über die Jahre habe ich mir angewöhnt, mich einfach nicht mehr aufzuregen, sondern einfach ruhig und entspannt mit diesen Situationen umzugehen.

Vor einigen Tagen hatte ich aber eine Situation, die mir einerseits ein Grinsen auf's Gesicht zauberte, andererseits tat mir der entsprechende Fahrer aber leid. Was war geschehen? Ich war von Leipzig in Richtung Halle auf der A14 unterwegs. Hinter dem Schkeuditzer Kreuz wird die Fahrzeugschlange aufgrund einer Baustelle auf entspannte 80 runtergebremst und die Spuren eingeengt. Kurz vor dem Ende der dritten Spur rutschte dann noch "schnell" ein Audi aus der schönen Stadt Bautzen nur ein paar Millimeter an mir vorbei, um vor mir in der Baustelle zu sein. Okay, soll er doch, die paar Sekunden machen's eben auch nicht.

Mitten in der Baustelle dann stockte es gewaltig, selbst LKW's verließen die rechte Spur, um sich in die schmale linke Spur zu quetschen. Der Grund dafür war schnell gefunden: ein Audi mit Bautzener Kennzeichen schlich auf der rechten Spur entlang - mit zwei platten linken Reifen! Tja, dank seines Vordrängelns war er einfach eher an dem Nagelbrett, das irgendwo von einem Baufahrzeug gefallen war. Und da musste ich grinsen.

Aber wie gesagt, irgendwie tat er mir auch leid ...

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