13. August 2009

Wer sich zu viel zutraut

Es sah alles so gut aus! Seit gestern ging es mir blendend, die Laune war A+ und auch körperlich hätte ich wohl kleine Bäume ausreissen können. Außerdem stand ja Tischtennis auf dem Plan, welches ich früher sehr gern und wohl auch recht gut spielte. Da man auch das Fahrradfahren nicht verlernt, klappte es auch ordentlich und der Spaß an diesem Sport war da. Und ein wenig verausgabt hatte ich mich auch dabei. Dachte ich.

Kurze Zeit danach hieß es dann Terrain-Training. Dabei gilt es, zügig eine gewisse Wegstrecke zu absolvieren. Und da ich mich ja fühlte wie ein kleiner Chuck Norris, wählte ich die etwas längere, bergigere Strecke und lief mit den Leuten, die schon rein optisch im Training standen. Tja, the show must go on! Ich wollte es mir - und den anderen - beweisen.

Kurz gesagt, ich hatte die Rechnung ohne die MS gemacht. Schon beim zweiten Anstieg wurde das Gehen zu einer gewissen Qual, die sich im weiteren Verlauf nur noch steigerte. Und auf dem Rückweg (wohl gemerkt: bergab!) kam das "Game over". Tilt. Es ging nicht mehr. Die anderen Mitläufer kamen alle an mir vorbei, und ich versuchte krampfhaft, ein Bein vor das andere zu setzen.

Ich kam 20 Minuten nach dem letzten Teilnehmer wieder in der Klinik an, schleppte mich zum Zimmer und machte mich dort sofort nach dem Schließen der Tür auf dem Boden lang. Es ging absolut nichts mehr. Die Strecke war etwas über vier Kilometer lang und damit schätzungsweise zwei Kilometer zu lang. Scheiße.

Auf jedes Hoch folgt eben zwangsläufig wieder ein Tief.

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