27. November 2009

Überraschende Entdeckung

Seit meinem vierten Lebensjahr bin ich in Wipperdorf OT Pustleben aufgewachsen. Der Vater eines Schulkumpels wohnte gegenüber des - so hieß das in der DDR - Volksgutes. Also eines volkseigenen (haha) Landwirtschaftsbetriebes. Doch der Begriff "Volksgut" kam den älteren Leuten nur selten von den Lippen. Man redete immer von "Schreibers Gut". Denn der Familie Schreiber gehörte das Gut bis zur Enteignung, und da konnten sich die Alten eben noch dran erinnern.

Gestern habe ich bei Wikipedia den Eintrag zu meinem jetzigen Heimatort Niedersachswerfen korrigiert (es standen da noch die Wahlergebnisse von 2004 drin). Und bei dieser Gelegenheit schaute ich mal bei meinem alten Wipperdorf vorbei. Da gibt es einen Punkt "Persönlichkeiten", und da fand ich einen gewissen Walther Schreiber, geboren in Pustleben.

Ich habe einige Jahre in Berlin gewohnt, und deshalb ist mir der Name Walther Schreiber schon bekannt. Der Mann war in den Fünfzigern mal Bürgermeister und auch ein bekannter Platz ist nach ihm benannt. Nun, dieser Herr Schreiber ist ein Sproß der Schreiber-Familie aus Pustleben (bei Wikipedia fälschlicherweise dem Harz zugerechnet).

Übrigens: in der (damals sozialistischen) Schule habe ich davon nie etwas gehört.

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