1. Dezember 2009

Ich will (noch) kein Opa sein!

Es gab mal eine Zeit, da habe ich Medizin nicht nur gehasst, sondern auch wirklich weit weg von mir geschoben. Dann kam die Diagnose MS - und alles wurde anders.

Zuerst kamen die Spritzen (Rebif 44, dreimal die Woche), deren Nebenwirkungen ich mit Tabletten (Ibuprofen, 800er) bekämpfte. Dazu kamen Vitaminspritzen, Vitamin-Tabletten, Kopfschmerz-Tabletten, Migräne-Spritzen. Später ersetzten Tabletten (zum Glück) auch die MS-Spritzen. Schließlich und endlich war es wie damals bei meiner Oma oder meinem Opa: morgens und abends zu den Mahlzeiten lagen kleine Berge bunter Pillen neben meiner Tasse.

Übrigens: ich bin knapp über 40 Jahre alt.

Ganz neu waren Tabletten wegen Nervenkrämpfen, Muskelkrämpfen, Depression. Keine davon mit einem positiven Effekt. Eigentlich habe ich mich nur über die zuverlässig eintretenden Nebenwirkungen gewundert. Aber: mit einem Gefühl wie nach einer Flasche Jack D. kann ich unmöglich im Außendienst arbeiten.

Wie gesagt: eine hilfreiche Wirkung habe ich bei den Medikamenten nicht feststellen können.

Was lag also näher, als einfach mal die Finger von den Pillen zu lassen? Bedeutet: bis auf die Vitamin-Tabletten nehme ich seit Sonntag nichts mehr. Punkt. Ich will nicht mehr. Es reicht!

Über Erfolg (oder Mißerfolg) dieser Startegie werde ich dann mal berichten, ich bin selbst gespannt, was dabei rauskommt. Aber eigentlich kann es ja nur besser werden.

1 Kommentar:

Andreas hat gesagt…

Da will ich über mich nicht jammern mit ab und an mal Migräne und ansonsten nur Bluthochdruck!

Ich wünsche Dir, dass Deine Therapie besser wirkt als der Medikamentencocktail!