18. Januar 2010

Ketten-Brief unter Aufsicht

Wer kennt noch Ketten-Briefe? So von früher her?? Ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit, als persönliche Nachrichten noch schriftlich (!) per Hand (!!) und per Post(!!!) versendet wurden.

Trotz E-Mail, SMS, Twitter und Co. - der Ketten-Brief lebt! Oder wird künstlich am Leben erhalten. Und zwar von dem Unternehmen, dass früher immer so dagegen war, weil Kettenbriefe die armen Briefträger überlasteten. Nein, heute finden Ketten-Briefe "unter Aufsicht" der Deutschen Post statt. Wahrscheinlich deshalb, damit die Briefausfahrer nicht nur den aktuellen Otto-Katalog durch die Gegend karren müssen.

Denn es wird wenig geschrieben in diesem Land. Also mit der Hand und per Postbrief. Da kommen die den Ketten-Briefen folgenden Kinder natürlich gerade recht. Denn damit wird sicher eine Menge Porto eingenommen. Ich habe heute allein € 3,20 für Porto ausgegeben - Umschläge etc. mal nicht mitgerechnet. Diese Summe ist in etwa das Pendant zur Gesamtsumme des von mir gezahlten Briefportos der letzten drei Jahre.

Okay, manchmal muss man eine Kündigung oder einen Widerspruch mit der Post schicken, und letztens habe ich sogar das Post-Ident-Verfahren genutzt, um mich selbst zu erkennen. Aber ansonsten nutze ich im persönlichen Nachrichtenaustausch doch ausschließlich elektronische Medien.

Jetzt bin ich aber doch ein wenig stolz auf meine Kinder, die über die Teilnahme am Kettenbrief vielleicht ein wenig geholfen haben, ein paar Arbeitsplätze bei der Deutschen Post zu sichern!

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