7. Februar 2010

Das leckerste Fleisch der Welt: Kobe-Beef

Dank des "Perfekten Promi-Dinners" auf VOX kam bei uns heute Abend das Thema "Kobe-Beef" wieder ins Gespräch. Vornweg: ich will das demnächst unbedingt mal in der heimischen Küche zubereiten!

Während einer Weihnachtsfeier für Kunden im Jahr 2005 waren wir im Dresdner Nobelhotel "The Westin Bellevue" und haben unter Anleitung des Sternekochs Holger Bartkowiak (aktuell im "Casino Zollverein" in Essen tätig) ein leckeres Mahl inklusive feinster Steaks aus Kobe-Beef bereitet. Das war eine sehr inspirierende Arbeit mit einem schönen Ende - denn wir durften die selbstgekochten Speisen dann selbstverständlich auch selbst essen!

Neben einem Salat aus Jacobsmuscheln als Vor- und selbstgemachtem Vanilleeis als Nachspeise gab es eben ein leckeres Stück Fleisch vom sogenannten Kobe- oder Wagyu-Beef. Und das war - wirklich ohne Abstriche - das beste Fleisch, welches ich je in meinem Leben gegessen habe!

Aber was macht dieses Fleisch nun zu etwas Besonderem? So ganz genau weiß man es nicht, und es ranken sich einige magische Geschichten um die Herkunft und Aufzucht der Tiere. Und - in Anbetracht des Preises - ist das sicherlich auch gewollt! Laut Wikipedia steht etwas zur ursprünglichen Herkunft und Konsistenz. Mehr aber nicht.

Der Legende nach geht es dem Kobe-Rind in seinem etwa zweijährigen Leben besser als dem durchschnittlichen mitteleuropäischen Ehemann: es wird mit Weizen, Gras, Mais und Bier (!!) gefüttert, mit selbigen auch eingerieben, täglich massiert und stets von klassischer Musik - vornehmlich von Mozart - umschmeichelt. Diese Art der Aufzucht macht das Fleisch zum teuersten der Welt - und japanische Angestellte lassen schon mal ein Wochengehalt für eine Portion im Restaurant.

Letzteres mag stimmen, aber die Aufzucht an sich ist wahrscheinlich nicht ganz so wie oben beschrieben. Aber die Zusammensetzung des Futters scheint da schon eher zu stimmen. Nun gibt es nur ein Problem: das Fleisch darf (normalerweise) aus Japan nicht ausgeführt werden! Das führte dazu, dass Feinschmecker in aller Welt früher Unsummen investierten, um in den Genuss dieser Spezialität zu kommen.

Zwischenzeitlich gibt es aber auch Züchter speziell in den USA und Australien, die sich auf die japanischen Rinder spezialisiert haben. Manche Farmen sind sogar komplett auf das Wagyu-Rind umgestiegen. Damit erhöhte sich das Angebot auf dem Weltmarkt und senkte die Preise merklich. Wurden früher Preise von umgerechnet € 600,- und mehr je Kilo aufgerufen, so kann man heute das Kilo schon zwischen € 100,- und 300,- bekommen.

Und wie schmeckt das Fleisch nun? Das ist schwer zu beschreiben, weil Geschmack ja immer etwas Subjektives ist. Aber vielleicht hilft das ja ein wenig: Bevor wir mit dem Speisen loslegen konnten, servierte uns Herr Bartkowiak zuerst ein klitzekleines Stück seines besten argentinischen Rindfleisches. Das war schon ein Hochgenuß. Aber als ich dann das Messer durch das Kobe-Beef gleiten (!!) ließ und mir das fein marmorierte Fleisch fast wie Butter auf der Zunge zerging, fragte ich mich nur noch: was war das denn vorher für eine Schuhsohle!! (Okay, ist etwas übertrieben, aber der Unterschied war frappierend!)

Wo bekommt man nun das tolle Fleisch zu kaufen, wenn man nicht zufällig in Berlin oder München mit hervorragend sortierten Großmärkten wohnt? Da bietet sich natürlich das Internet an, und die Spezialisten in Sachen Kobe-Beef sind die Gebrüder Otto (die ersten Importeure der Spezialität in Europa) aus Heinsberg. Unter www.otto-gourmet.de findet auch der Hobbykoch sein passendes Stück oder Stückchen Fleisch. Ganz dekadent sind u.a. die Burger-Angebote (!!) aus Kobe-Beef!

Nun bleibt mir nur, ein glückliches Händchen beim Kochen zu wünschen - sowie einen sehr, sehr guten Appetit!!

1 Kommentar:

Jörn hat gesagt…

ich hab mal eine Doku über die Biester gesehen. Das mit den Bier-Massagen scheint zu stimmen.