12. Februar 2010

Zünd an, es kommt die Feuerwehr!

Kleinen Kindern sollte man das Hantieren mit Feuerzeugen und Streichhölzen untersagen, weil sie noch nicht in der Lage sind abzuschätzen, welchen Schaden sie damit anrichten können.

Politikern, die gerade einmal vier Monate Machtluft schnuppern durften, sollte man nicht allzu oft ein Mikrofon vor die Nase halten, weil sie noch nicht in der Lage sind abzuschätzen, welchen Schaden ihre leichtfertig gesprochenen Worte anrichten können.

Gestern habe ich von meinem Steuerberater die "gute" Nachricht bekommen, dass ich einen schönen Betrag als Nachzahlung an das Finanzamt überweisen "darf". Also zusätzlich zu den Beträgen, die monatlich automatisch von meinem erarbeiteten Arbeitslohn abgezogen werden. Ich gehöre also zu den Menschen, die im Moment nicht auf der Seite des sozialen Gleichgewichts sitzen, die vom Staat ihren Lebensunterhalt bekommen.

Finde ich es nun ungerecht, dass ich einzahle und Andere sich etwas auszahlen lassen? Nein, vom Grundgedanken her ist dieses Gemeinschaftsprinzip - es gab früher öfter mal den arg strapazierten Begriff der Solidarität - völlig in Ordnung. Was mich nur aufregt ist, dass über das "Wie" und "Wieviel" Menschen sich anmaßen zu entscheiden, die niemals auch nur ansatzweise Erfahrungen mit der anderen Seite des Gleichgewichts gemacht haben.

Auch Hartz-IV-Bezieher sind Menschen. Menschen, die leben wollen, die oft auch arbeiten wollen. Denn zum Glück ist es für viele mit einer Menge Scham verbunden, nicht selbst für den Lebensunterhalt sorgen zu können. Und: faule Menschen gibt es auf beiden Seiten der sozialen Gerechtigkeitswaage. Man schaue nur mal bei "nicht brennenden Themen" in den Deutschen Bundestag!

Ich als offizieller Sponsor der Bundesrepublik fordere von denen, die sich die Hose angezogen haben, einen ordentlichen Umgang mit dem von mir eingezahlten Geld. Dazu gehört nicht, irgendwelche Parolen von "Sozialismus" oder "spätrömischer Dekadenz" durch die Gegend zu posaunen, sondern stattdessen eine konzentrierte Arbeit zum Wohle der Gemeinschaft.

Diese Gemeinschaft bezahlt auch einen Herrn Westerwelle! Wie will der Herr Außenminister denn "deutsche Werte" im Ausland verkaufen, wenn er eben diese im Inland negiert? Auch sozialer Frieden ist Frieden - und den hat er mit seinem Geschwätz enorm in Gefahr gebracht!

Arbeit muss sich lohnen - ich bin dafür, dieses Prinzip auch für Politiker einzuführen!

Mehr dazu unter Tagesschau.de.

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