6. März 2010

Der obskure Jörges

Eigentlich müsste ich ein Fan von ihm sein: stammt aus Thüringen, sitzt auf einer illustren Position, ist Journalist und hat meine ehemalige Nachbarin Christiane Gerboth geheiratet - doch stattdessen ist mir der Mann suspekt. Denn dieser Mann, der in der Chefredaktion des "Stern" arbeitet, erscheint mir manchmal wie ein Provinz-Schreiberling, den die Fügungen des Schicksals rein zufällig in seine jetzige Position gehievt haben.

Anders ist jedenfalls z.B. solch ein Auftritt von Hans-Ulrich Jörges nicht zu erklären:

http://www.stern.de/politik/ausland/joerges-das-oscar-spezial-warum-avatar-obskurer-schund-ist-1548354.html

Der Unterschied zwischen Kommerz- und Anspruchskino sollte auch Herrn Jörges mittlerweile erreicht haben. Und auch die Na'vi auf dem fernen Mond (!!) Pandora leben auf keinem "Stern". Aber nicht für den Top-Journalisten: beinahe angeekelt hält er T-Shirts u.ä. mit dem "Avatar"-Logo in die Kamera, redet vom Leben auf (!!) fremden Sternen und versucht dabei, so cool wie möglich zu wirken.

Für mich ist das in der Art und Weise unerträglich und erinnert mich an die Anfänge des Lokalfernsehens vor einigen Jahren. Profilierung auf Teufel komm raus? Nun, wenn er das nötig haben sollte, dann tut er mir sogar leid.

Schulnote: 6. Aber sowas von!

1 Kommentar:

G.E. Fischer hat gesagt…

Deinen Artikel kann ich nur doppelt unterstreichen! Welche Motivation hinter derartigen Kritiken steckt, bleibt schleierhaft...